Zecken beim Hund

  • Isabel Scheu
  • 06.03.2025
  • Parasiten

Zecken bei Hunden: Anzeichen, Behandlung und Prävention

Zecken sind nicht nur unangenehm, sondern können auch gefährliche Krankheiten auf Hunde übertragen. Besonders in den wärmeren Monaten ist das Risiko eines Zeckenbefalls hoch. Als Hundebesitzer ist es wichtig, die Anzeichen für Zeckenbisse zu kennen, zu wissen, wie man sie entfernt und behandelt, und wie man seinen Hund wirksam vor Zecken schützt. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Symptome, Behandlungsmöglichkeiten – von Hausmitteln bis hin zu tierärztlichen Maßnahmen – und wie du einen Zeckenbefall vorbeugst.

Typische Anzeichen für Zecken bei Hunden

Zecken sind oft gut sichtbar, vor allem, wenn sie sich bereits mit Blut vollgesogen haben. Allerdings können einige Symptome auf einen Zeckenbiss oder die Übertragung von Krankheiten hinweisen:

  • Sichtbare Zecken: Zecken erscheinen als kleine, runde oder ovale Gebilde, die sich an der Haut des Hundes festgesaugt haben. Sie sind häufig an Kopf, Ohren, Achseln, Bauch oder zwischen den Zehen zu finden.
  • Rötung oder Schwellung: Rund um die Bissstelle kann es zu Hautirritationen oder leichten Schwellungen kommen.
  • Juckreiz oder Lecken: Hunde lecken oder kratzen oft an der Stelle, an der die Zecke sitzt oder gesessen hat.
  • Müdigkeit oder Fieber: Wenn Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose übertragen wurden, können Symptome wie Abgeschlagenheit, Fieber oder Appetitlosigkeit auftreten.
  • Lahmheit oder Gelenkschmerzen: Bei bestimmten durch Zecken übertragenen Krankheiten können Gelenkprobleme auftreten, die zu Lahmheit führen.

Wie behandelt man Zecken bei Hunden?

Das Entfernen einer Zecke sollte so schnell wie möglich erfolgen, da viele Krankheiten erst nach längerer Saugzeit übertragen werden. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Behandlung:

1. Zecke entfernen
  • Verwende eine spezielle Zeckenzange oder Zeckenhaken, um die Zecke sicher zu entfernen. Greife die Zecke so nah wie möglich an der Haut und ziehe sie langsam und gleichmäßig heraus.
  • Vermeide es, die Zecke zu quetschen, da dies Krankheitserreger in die Blutbahn des Hundes übertragen könnte.
  • Desinfiziere die Bissstelle nach der Entfernung mit einem geeigneten Mittel, um Infektionen zu vermeiden.
2. Bissstelle beobachten

Behalte die Bissstelle im Auge. Wenn sie stark anschwillt, sich entzündet oder der Hund ungewöhnliche Symptome zeigt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

3. Hausmittel gegen Zecken

Einige Hausmittel können helfen, Zecken fernzuhalten oder kleinere Reizungen zu lindern:

  • Kokosöl: Kokosöl kann nach dem Entfernen der Zecke auf die Bissstelle aufgetragen werden, um die Haut zu beruhigen.
  • Apfelessig: Ein verdünnter Apfelessig-Spray kann als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden, um Zecken fernzuhalten. Nicht auf offene Wunden auftragen.
4. Tierärztliche Behandlung

Wenn du den Verdacht hast, dass eine Krankheit übertragen wurde, oder wenn die Zecke schwer zu entfernen ist, solltest du deinen Hund zum Tierarzt bringen. Der Tierarzt kann:

  • Die Zecke professionell entfernen
  • Die Bissstelle untersuchen und behandeln
  • Bluttests durchführen, um auf Krankheiten wie Borreliose, Babesiose oder Anaplasmose zu prüfen

Prävention: Wie schützt man Hunde vor Zecken?

Die beste Methode, um einen Zeckenbefall zu verhindern, ist eine Kombination aus vorbeugenden Maßnahmen:

  • Zeckenschutzmittel: Spot-ons, Halsbänder oder Kautabletten bieten effektiven Schutz vor Zecken. Wähle ein Produkt, das zu deinem Hund und seiner Lebensweise passt.
  • Regelmäßige Kontrolle: Kontrolliere das Fell deines Hundes nach jedem Spaziergang, besonders nach Aufenthalten in Wald, Wiesen oder hohem Gras.
  • Freie Umgebung schaffen: Halte deinen Garten gepflegt und frei von hohem Gras oder Laub, da sich Zecken dort gerne verstecken.
  • Naturbasierte Abwehr: Natürliche Abwehrmittel wie Kokosöl oder bestimmte ätherische Öle (z. B. Lavendel oder Zitronengras) können unterstützend wirken. Achte darauf, dass sie für Hunde sicher sind.

Wann sollte man zum Tierarzt gehen?

Ein Tierarztbesuch ist dringend erforderlich, wenn du eines der folgenden Anzeichen bemerkst:

  • Entzündete oder stark geschwollene Bissstellen
  • Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Gelenkprobleme
  • Ungewöhnliches Verhalten oder extreme Müdigkeit

Fazit: Zecken erkennen, behandeln und vorbeugen

Zecken können für Hunde eine ernsthafte Gefahr darstellen, besonders wenn sie Krankheiten übertragen. Eine frühzeitige Entfernung, die richtige Behandlung der Bissstelle und regelmäßige Prävention sind entscheidend, um deinen Hund vor den Folgen eines Zeckenbefalls zu schützen. Mit Aufmerksamkeit und den richtigen Schutzmaßnahmen kannst du deinem Vierbeiner ein sorgenfreies Leben ermöglichen – auch in der Zeckensaison.

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