Mirkoorganismen und Milben
- Isabel Scheu
- 08.03.2025
- Parasiten
Mikroorganismen und Milben: Die unsichtbaren Parasiten auf deinem Hund
Parasiten müssen nicht immer groß und sichtbar sein, um deinem Hund das Leben schwer zu machen. Milben und mikroskopisch kleine Parasiten sind unsichtbare Eindringlinge, die Haut, Ohren oder sogar innere Organe befallen können. Oft bleiben sie lange unbemerkt und verursachen erst bei schwerem Befall deutliche Symptome. In diesem Beitrag erklären wir, wie diese unsichtbaren Parasiten Hunde befallen, wie man sie erkennt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Welche unsichtbaren Parasiten können Hunde befallen?
Milben und Mikroorganismen sind die häufigsten mikroskopischen Parasiten, die Hunde betreffen. Hier eine Übersicht:
1. Milben
Milben sind winzige Parasiten, die sich von Hautzellen, Blut oder Gewebeflüssigkeit ernähren. Sie sind so klein, dass sie oft nur unter dem Mikroskop sichtbar sind.
- Räude-Milben (Sarcoptes scabiei): Diese Milben verursachen die als Räude bekannte Krankheit, die extremen Juckreiz und Hautirritationen hervorruft.
- Demodex-Milben: Diese Milben leben in den Haarfollikeln und können bei geschwächtem Immunsystem eine Erkrankung namens Demodikose auslösen, die mit Haarausfall und Hautveränderungen einhergeht.
- Ohrmilben (Otodectes cynotis): Ohrmilben befallen die Ohren und verursachen Entzündungen, Juckreiz und braun-schwarzen Ausfluss im Gehörgang.
- Grasmilben: Diese saisonalen Milben treten häufig im Spätsommer auf und verursachen juckende rote Stellen, besonders an den Pfoten oder am Bauch.
2. Mikroorganismen
Mikroorganismen wie Protozoen oder Pilze können ebenfalls als Parasiten auftreten:
- Giardien: Diese mikroskopisch kleinen Parasiten befallen den Darm und führen zu Durchfall und Gewichtsverlust.
- Microsporum- und Trichophyton-Pilze: Diese Hautpilze können die sogenannte „Ringelflechte“ verursachen, eine ansteckende Hauterkrankung.
Wie erkennt man unsichtbare Parasiten?
Die Symptome variieren je nach Art des Parasiten und der betroffenen Körperstelle. Hier sind einige häufige Anzeichen:
1. Symptome bei Milbenbefall
- Starker Juckreiz und häufiges Kratzen
- Hautrötungen, Krusten oder Schuppenbildung
- Haarausfall, besonders an Stellen wie Ohren, Schnauze oder Pfoten
- Entzündungen und Sekrete in den Ohren bei Ohrmilben
- Rote, juckende Stellen (besonders durch Grasmilben)
2. Symptome bei Mikroorganismen
- Chronischer Durchfall und Bauchschmerzen (Giardien)
- Gewichtsverlust trotz normalem Appetit
- Runde, haarlose, oft entzündete Hautstellen (Hautpilze)
Ein Tierarzt kann die genaue Ursache durch Tests wie Hautabstriche, Blutuntersuchungen oder Kotanalysen feststellen.
Wie behandelt man mikroskopische Parasiten?
1. Behandlung von Milben
- Medikamentöse Therapie: Spot-ons, Shampoos oder orale Medikamente, die spezifisch gegen Milben wirken.
- Ohrreinigung: Bei Ohrmilben ist eine gründliche Reinigung des Gehörgangs notwendig, oft begleitet von antiparasitären Ohrentropfen.
- Hygienemaßnahmen: Wasche Decken, Kissen und Schlafplätze des Hundes regelmäßig bei hohen Temperaturen, um erneute Infektionen zu vermeiden.
2. Behandlung von Mikroorganismen
- Giardien: Spezielle Medikamente wie Fenbendazol oder Metronidazol eliminieren die Parasiten im Darm. Eine hygienische Reinigung der Umgebung verhindert eine Reinfektion.
- Hautpilze: Antimykotische Shampoos, Cremes oder orale Medikamente beseitigen den Pilz. Eine gründliche Desinfektion der Umgebung ist ebenfalls notwendig.
Wie schützt man Hunde vor mikroskopischen Parasiten?
Die beste Methode, um unsichtbaren Parasiten vorzubeugen, ist eine Kombination aus Prophylaxe und Hygiene:
1. Präventive Maßnahmen
- Verwende Spot-ons oder andere Schutzmittel, die auch gegen Milben wirken.
- Untersuche deinen Hund regelmäßig auf Hautveränderungen oder Anzeichen von Juckreiz.
- Halte den Kontakt zu potenziell infizierten Tieren oder Umgebungen gering.
2. Hygiene
- Wasche Schlafplätze, Decken und Spielzeug regelmäßig bei mindestens 60 °C.
- Reinige Futterschüsseln und Wassernäpfe täglich.
- Halte die Umgebung des Hundes sauber, besonders bei einem bekannten Befall.
3. Tierarztbesuche
- Lass deinen Hund bei auffälligen Symptomen wie Juckreiz, Durchfall oder Hautveränderungen untersuchen.
- Führe regelmäßige Kotuntersuchungen durch, um Darmparasiten wie Giardien frühzeitig zu erkennen.
Fazit: Wachsamkeit gegen unsichtbare Feinde
Mikroorganismen und Milben sind oft unsichtbare, aber ernstzunehmende Parasiten, die deinem Hund erheblichen Schaden zufügen können. Mit regelmäßiger Pflege, Vorsorge und schnellen tierärztlichen Untersuchungen bei Symptomen kannst du diese Parasiten effektiv bekämpfen und deinem Vierbeiner ein gesundes Leben ermöglichen.
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