Das passiert, wenn Parasiten unbehandelt bleiben

  • Isabel Scheu
  • 15.03.2025
  • Parasiten

Das passiert, wenn Parasiten unbehandelt bleiben: Risiken und Folgeerkrankungen

Parasiten wie Flöhe, Zecken, Würmer und Milben sind nicht nur lästige Plagegeister, sondern können schwerwiegende gesundheitliche Folgen für Hunde haben, wenn sie unbehandelt bleiben. Diese Folgen reichen von Hautirritationen über Blutarmut bis hin zu lebensbedrohlichen Organschäden. In diesem Beitrag klären wir auf, welche Risiken und Folgeerkrankungen ein unbehandelter Parasitenbefall mit sich bringt und warum eine frühzeitige Diagnose und Behandlung so wichtig sind.

Flöhe: Die unterschätzte Gefahr

Ein Flohbefall kann sich schnell ausbreiten und weitreichende gesundheitliche Probleme verursachen, wenn er nicht behandelt wird:

  • Hautinfektionen: Flöhe verursachen starken Juckreiz, der Hunde zum ständigen Kratzen und Beißen verleitet. Dies kann zu offenen Wunden, Entzündungen und sekundären bakteriellen Hautinfektionen führen.
  • Flohallergiedermatitis: Manche Hunde entwickeln eine allergische Reaktion auf Flohspeichel, die zu chronischem Juckreiz und stark gereizter Haut führt.
  • Blutarmut: Ein starker Flohbefall, insbesondere bei Welpen oder kleinen Hunden, kann zu einer lebensbedrohlichen Blutarmut führen, da Flöhe große Mengen Blut saugen.
  • Übertragung von Bandwürmern: Flöhe können Bandwurmlarven tragen, die beim Verschlucken auf den Hund übertragen werden.

Zecken: Träger gefährlicher Krankheiten

Zecken können nicht nur Blut saugen, sondern auch schwerwiegende Infektionskrankheiten übertragen, die unbehandelt ernsthafte Folgen haben können:

  • Borreliose: Unbehandelt kann Borreliose zu chronischen Gelenkentzündungen, Fieber, Lahmheit und im schlimmsten Fall zu Herz- oder Nierenproblemen führen.
  • Anaplasmose: Diese von Zecken übertragene Krankheit kann Blutarmut, Fieber, Schwäche und in schweren Fällen Organschäden verursachen.
  • Babesiose: Auch bekannt als „Hundemalaria“, führt Babesiose zu einer Zerstörung der roten Blutkörperchen, was unbehandelt lebensbedrohlich ist.

Würmer: Unsichtbare, aber gefährliche Bedrohung

Ein Wurmbefall bleibt oft lange unbemerkt, kann jedoch schwerwiegende Schäden im Körper des Hundes verursachen:

  • Gewichtsverlust und Nährstoffmangel: Würmer entziehen dem Hund Nährstoffe und können zu Abmagerung und Mangelerscheinungen führen.
  • Organschäden: Bandwürmer oder Spulwürmer können sich in die Leber, Lunge oder andere Organe ausbreiten und dort Entzündungen oder Schäden verursachen.
  • Herzwürmer: Ein Befall mit Herzwürmern kann das Herz und die Lunge schwer schädigen, was zu Atemnot, Herzversagen und letztlich zum Tod führen kann, wenn es unbehandelt bleibt.

Milben: Versteckte Verursacher von Hautproblemen

Milben sind winzige Parasiten, die bei Hunden Hautprobleme und systemische Infektionen auslösen können:

  • Hautreizungen: Milben verursachen starken Juckreiz und Entzündungen, die zu Haarausfall und schuppiger Haut führen können.
  • Räude: Diese durch Milben ausgelöste Erkrankung kann unbehandelt zu schweren Hautveränderungen und systemischen Infektionen führen.
  • Sekundäre Infektionen: Durch das Kratzen und Beißen entstehen oft Wunden, die von Bakterien oder Pilzen besiedelt werden.

Langfristige Folgen unbehandelter Parasiten

Wenn Parasiten unbehandelt bleiben, können sie nicht nur akute Symptome verursachen, sondern auch langfristige Schäden hinterlassen:

  • Chronische Erkrankungen: Infektionen wie Borreliose oder Leishmaniose können chronisch werden und lebenslange Behandlungen erfordern.
  • Immunsystemschwäche: Ein langanhaltender Parasitenbefall schwächt das Immunsystem des Hundes, wodurch er anfälliger für andere Krankheiten wird.
  • Verkürzte Lebensdauer: Schwere oder chronische Erkrankungen durch Parasiten können die Lebensqualität und -dauer des Hundes erheblich beeinträchtigen.

Wie kann man die Risiken minimieren?

Die beste Strategie gegen Parasiten und deren Folgen ist Prävention. Hier einige Tipps, um deinen Hund zu schützen:

  • Verwende regelmäßig Floh- und Zeckenschutzmittel wie Spot-ons, Halsbänder oder Kautabletten.
  • Entwurme deinen Hund in regelmäßigen Abständen, gemäß den Empfehlungen des Tierarztes.
  • Kontrolliere das Fell deines Hundes regelmäßig, besonders nach Spaziergängen in der Natur.
  • Halte die Umgebung deines Hundes sauber, indem du Hundebetten, Decken und Spielzeug regelmäßig wäschst.

Fazit: Parasiten rechtzeitig behandeln

Unbehandelte Parasiten können schwerwiegende gesundheitliche Folgen für deinen Hund haben, von Blutarmut und Hautinfektionen bis hin zu lebensbedrohlichen Organschäden. Indem du Parasiten frühzeitig erkennst und behandelst sowie regelmäßige Präventionsmaßnahmen ergreifst, kannst du deinem Hund ein gesundes und glückliches Leben ermöglichen. Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr den Tierarzt aufsuchen, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

Top Neuigkeiten

Rauchen und Hunde

Rauchen und Hunde: Wie...

Frühlingstoxine

Frühlingstoxine: Diese...