Fakten und Mythen über Parsiten
- Isabel Scheu
- 24.03.2025
- Parasiten
Fakten und Mythen über Parasiten beim Hund
Rund um das Thema Parasiten bei Hunden kursieren viele Mythen, die oft zu Missverständnissen oder unzureichendem Schutz führen. Aussagen wie „Stadt-Hunde bekommen keine Zecken“ oder „Eine Entwurmung reicht für das ganze Jahr“ sind weit verbreitet, aber stimmen sie auch? In diesem Beitrag entlarven wir die häufigsten Mythen über Parasiten und stellen die wissenschaftlichen Fakten gegenüber, damit du deinen Hund bestmöglich schützen kannst.
Mythos 1: Stadt-Hunde bekommen keine Zecken
Viele glauben, dass Zecken nur in Wäldern oder auf Wiesen vorkommen und Stadt-Hunde deshalb sicher sind. Doch das stimmt nicht.
Fakt:Zecken sind äußerst anpassungsfähig und kommen auch in städtischen Parks, Gärten oder sogar in begrünten Innenhöfen vor. Besonders in warmen Monaten oder milden Wintern können sie überall überleben, wo es ausreichend Vegetation gibt. Stadt-Hunde sind daher ebenfalls gefährdet und sollten genauso wie Land-Hunde mit geeigneten Zeckenschutzmitteln geschützt werden.
Mythos 2: Eine Entwurmung reicht für das ganze Jahr
Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass eine einmalige Entwurmung ausreicht, um Hunde langfristig vor Würmern zu schützen.
Fakt:Eine Entwurmung tötet nur die aktuell vorhandenen Würmer im Darm des Hundes. Sie bietet keinen langfristigen Schutz vor einer erneuten Infektion. Hunde können sich jederzeit durch infizierten Kot, Beutetiere oder kontaminierte Erde neu anstecken. Die meisten Tierärzte empfehlen daher, Hunde alle drei bis sechs Monate zu entwurmen – oder häufiger, wenn sie ein erhöhtes Risiko haben.
Mythos 3: Flöhe gibt es nur im Sommer
Viele Hundebesitzer gehen davon aus, dass Flöhe nur in den warmen Monaten ein Problem darstellen.
Fakt:Flöhe können das ganze Jahr über aktiv sein, besonders in beheizten Innenräumen. Während die Population im Sommer zunimmt, können Flöhe in der Wohnung auch im Winter überleben und sich vermehren. Regelmäßige Flohprävention ist daher das ganze Jahr über wichtig.
Mythos 4: Hunde können keine Parasiten auf Menschen übertragen
Ein gefährlicher Irrglaube ist, dass Parasiten bei Hunden für Menschen keine Gefahr darstellen.
Fakt:Einige Parasiten, wie Spulwürmer, Bandwürmer oder Giardien, können auf Menschen übertragen werden (Zoonosen). Kinder und immungeschwächte Personen sind besonders gefährdet. Regelmäßige Entwurmung und Hygiene minimieren das Risiko, dass Parasiten vom Hund auf den Menschen übertragen werden.
Mythos 5: Natürliche Mittel schützen genauso gut wie chemische Präparate
Manche Hundebesitzer bevorzugen natürliche Alternativen wie Kokosöl oder ätherische Öle, um Parasiten abzuwehren, und glauben, diese seien genauso effektiv wie chemische Präparate.
Fakt:Natürliche Mittel können Parasiten abwehren, bieten jedoch nicht denselben zuverlässigen Schutz wie zugelassene Spot-ons, Halsbänder oder Kautabletten. Besonders in Gebieten mit hohem Parasitenaufkommen, wie Zecken- oder Sandmückengebieten, sind chemische Präparate oft die sicherere Wahl. Eine Kombination aus natürlichen und chemischen Mitteln kann jedoch unterstützend wirken.
Mythos 6: Parasiten lassen sich leicht erkennen
Viele glauben, dass ein Parasitenbefall immer offensichtlich ist, etwa durch sichtbare Flöhe oder Wurmsegmente im Kot.
Fakt:Ein Parasitenbefall bleibt oft lange unbemerkt, da viele Parasiten wie Würmer oder Milben zunächst keine sichtbaren Symptome verursachen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt, inklusive Kot- und Bluttests, sind wichtig, um einen Befall frühzeitig zu erkennen.
Mythos 7: Zecken sind nur im Frühjahr und Sommer aktiv
Es wird oft angenommen, dass Zecken nur in den warmen Monaten aktiv sind und im Winter keine Gefahr darstellen.
Fakt:Zecken sind bereits ab Temperaturen von etwa 7 °C aktiv. In milden Wintern können sie sogar das ganze Jahr über aktiv bleiben. Ein konsequenter Zeckenschutz ist daher auch in Herbst und Winter sinnvoll, insbesondere in Regionen mit mildem Klima.
Mythos 8: Entwurmen ist schädlich für den Hund
Einige Hundebesitzer haben Bedenken, dass regelmäßige Entwurmungen die Gesundheit ihres Hundes beeinträchtigen könnten.
Fakt:Entwurmungsmittel sind sicher, wenn sie gemäß den Anweisungen des Tierarztes verwendet werden. Der Nutzen, den ein wurmfreier Hund für seine Gesundheit und die seiner Umgebung hat, überwiegt bei weitem die minimalen Risiken einer Entwurmung.
Fazit: Fakten statt Mythen
Rund um das Thema Parasiten gibt es viele Missverständnisse, die dazu führen können, dass Hunde nicht ausreichend geschützt werden. Indem du die Fakten kennst, kannst du deinen Hund effektiv vor Parasiten schützen und seine Gesundheit langfristig bewahren. Regelmäßige tierärztliche Beratung und Vorsorge sind der Schlüssel, um Mythen zu entlarven und deinen Vierbeiner optimal zu betreuen.
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